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Bei der Renovierung des Jagdschlosses Platte in Wiesbaden kommen auch moderne Bauelemente zum Einsatz / Ein Flächenheizungssystem von Schütz Energietechnik sorgt dort zukünftig bei allen Veranstaltungen für passende Temperaturen und angemessenes Raumklima
Wiesbaden/Selters (hds).- Nicht nur Architektur-Liebhaber und Historiker kommen ins Schwärmen, wenn sie vom Jagdschloss Platte hoch oben über den Dächern von Wiesbaden sprechen. Auch manche Hochzeit wurde in dem jahrhundertealten Gemäuer gefeiert – den Panoramablick über die hessische Landeshauptstadt gab es neben dem Jawort gratis dazu!
Von der Ruine zur modernen Veranstaltungslocation
Vom nassauischen Herzog Wilhelm I. im Jahre 1823 errichtet, zerstörte ein Luftangriff das klassizistische Gebäude 1945 bis auf die Außenmauern. Ende der 80er Jahre begann eine Stiftung mit dem Wiederaufbau. Seit 2003 verleiht ein modernes Glasdach der ehemaligen Ruine ein nahezu avantgardistisches Ambiente. Zur Erhaltung des Bauwerks wurden seit 1988 rund 5,5 Millionen Euro in den zeitgemäßen Auf- und Ausbau gesteckt. „Mittlerweile befindet sich zwischen gemauerten Rundbögen auf beiden Etagen je ein großer offener Veranstaltungsraum, der später durch die Kurbetriebe Wiesbaden genutzt und für Veranstaltungen an Firmen- und Privatkunden vermietet wird,“ erläutert Architekt Harald Franz vom Architektenbüro Hans-Peter Gresser.
Flächenheizung deckt Wärmebedarf auch in historischem Ambiente
Da das Jagdschloss als historisches Gebäude nicht der Energieeinsparverordnung (EnEV) unterliegt, wurde auf den 800 Quadratmetern Fläche auf eine – die Optik zerstörende – Wärmedämmung verzichtet. Um auch die altertümlichen Innenfassaden nicht mit Heizkörpern regelrecht zu verschandeln, aber dennoch den Wärmebedarf zu decken, blieb im November 2006 – in der letzten Bauphase – nur die Verlegung einer Flächenheizung. Dass hierbei Nockenplatten eingesetzt wurden, war zum einen ein Ergebnis der flexiblen Anpassung an die ungewöhnlichen Raumgeometrien des historischen Gemäuers, zum anderen bedingt durch die geringe Aufbauhöhe von nur 11 Zentimetern. Der Einsatz dieses Untergrunds sparte durch seine Auflagenhöhe zudem Einiges an Anhydrit-Estrich ein. Darüber hinaus erweisen sich Nockenplatten auch als der robustere Belag während der Bauphase, da bei intensiven Bauaktivitäten an manchen Tagen gleichzeitig mehrere Dutzend Handwerker darüber laufen.
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