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(T)Raumklima im höchsten Klassenzimmer der BRD
Auf 260 Quadratmetern „Faszination Bergwelt Karwendel“ kompakt erleben / Ideales Raumklima trotz 2.244 Metern Höhe / Multifunktionales Flächen-Heizsystem ermöglicht das ganze Jahr über angenehme Temperaturen für Besucher
Mittenwald / Selters (hds). – Auf Deutschlands höchster Baustelle entsteht derzeit ein architektonisch und technisch einmaliger Neubau: das „Natur-Informationszentrum Karwendel“. Obwohl die sensationelle Bildungsstätte erst Ende Juli offiziell seine Pforten für Besucher öffnet: Der Ruf des „landesweit höchsten und top-klimatisierten Klassenzimmers“ für Jung und Alt eilt ihm bereits schon jetzt voraus! Das Gebäude mit dem Aussehen eines Fernrohres befindet sich in 2.244 Metern Höhe, ist 33 Meter lang, durchschnittlich sieben Meter breit und vier Meter hoch. Besonders spektakulär: Der Neubau ragt fast sieben Meter über die Felskante ins Tal hinaus. „Dem Gast eröffnet sich von hier aus ein einzigartiger Blick ins Isartal und bei klarem Himmel sogar eine fast 100-Kilometer-Weitsicht bis an die Stadtgrenze Münchens,“ schwärmt Alois Fichtl, Vorstand der Karwendelbahn AG. Die komplette Anlieferung von Bau-Stoffen, Werkzeugen, Maschinen und die Anreise des – selbstverständlich schwindelfreien(!) – Personals erfolgte ausschließlich per Seilbahn und in Ausnahmefällen per Helikopter. Eine große Herausforderung für alle Beteiligten – galt es doch neben den baulichen auch den Anforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden. Das Karwendelgebirge ist ein hochalpines Naturreservat und – auch das ist deutschlandweit einmalig – als einziges Schutzgebiet per Seilbahn erreichbar.
Unsichtbare Heizungstechnik und ausreichende Frischluftzufuhr
Egal, welche Wetterumstände dort oben in luftiger Höhe vorherrschen – ob sommerliche Hochtemperaturen oder winterliche Extrem-Grade von bis zu Minus 30 Grad: Das moderne Gebäude ist mit umweltfreundlicher und kosteneffizienter Energietechnik ausgestattet. Zum Einsatz kam das multifunktionale Flächenheizsystem air conomy aus dem Hause Schütz. Das Unternehmen mit Sitz in Selters im Westerwald (Rheinland-Pfalz) überzeugte schnell mit seinem innovativen und bereits mehrfach bewährten Produkt die bayerischen Architekten und Planer. „Der langgestreckte, runde Betonbau erforderte eine Heizkonstruktion, die für Besucher der Ausstellungsbereiche so gut wie unsichtbar ist, aber alle Gäste dennoch ausreichend mit Frischluft versorgt,“ so Eberhard Steinert von Steinert und Steinert Architekten aus Garmisch-Patenkirchen. Sebastian Mayr vom beauftragten Ingenieurbüro K3 aus Penzberg nennt einen weiteren Vorteil des air conomy Systems: „Neben maximaler Frischluftzufuhr und geringem Wärmeverlust ist der komplette Betrieb der Anlage bei niedriger Zulufttemperatur möglich.“
Mildes Raumklima auch bei rauer Wetterlage
Den Kern des air conomy Systems bildet eine Warm-Wasser-Flächenheizung mit einer integrierten und geregelten Be- und Entlüftungsfunktion. Sie ist unsichtbar im Boden installiert und verteilt die Frisch- bzw. Warmluft über unauffällige Lüftungsschlitze, die sich im Boden an beiden Seiten entlang der Röhre befinden. Diese werden später von den Besuchern kaum wahrgenommen, da sie hinter den Ausstellungstafeln liegen. Die wechselnde Zahl der Besucher wirkt sich nicht auf das Raumklima aus, denn aufgrund der Lüftungsfunktion ist stets für ausreichend frischen Sauerstoff gesorgt und auch Temperaturschwankungen werden vermieden. Für die insgesamt 260 Quadratmeter Fläche mit Ausstellungs- und Medienraum projektierte Schütz-Experte Qamil Hasaj einen Luftvolumenstrom von 2.000 m3/h. Der erforderliche mindesthygienische Luftwechsel wird so großzügig erreicht.
Für angenehmes und mildes Raumklima ist ebenfalls rund um die Uhr gesorgt. An kälteren Tagen wird über die gesamte Bodenfläche eine angenehme und milde Strahlungswärme erzeugt. Gleichzeitig überträgt das Fußboden-Heizungssystem die Wärme auch auf das air conomy System darunter. „Durch den Einsatz unserer air conomy Innovation und von Lüftungsgeräten mit Wärme- rückgewinnung reduziert sich der Lüftungswärmeverlust,“ so Schütz Energieexperte Hasaj. Die Installation der gesamten Anlage übernahm der Heizungsinstallationsbetrieb Alois Wörnle aus Mittenwald.
Platz für Flora, Fauna und Besucher
Das neue Informationszentrum steht für interessierte Besucher das ganze Jahr über offen. Egal bei welchem Wetter, in angenehmer Raum- und moderner Ausstellungsatmosphäre können sie die „Faszination Bergwelt Karwendel“ bestaunen. Mit etwas Glück werden dann auch durch die großen Panoramafenster Rebhühner und ihre Nachkommen zu beobachten sein. Ihr natürlicher Lebensraum – und der aller anderen Tiere und Pflanzen – blieb vom Baustellentrubel unberührt. Eine ökologische Langzeit-Beobachtung der Lebens- und Verhaltensweisen vor Baubeginn machte die Realisierung des Vorhabens erst möglich.
Mehr Infos unter: www.schuetz.net
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