|
Zukunftswerkstoff mit Vorbild Natur für Luft- und Raumfahrt sowie weitere High-Tech-Anwendungen
Selters / Düsseldorf. Großer Erfolg für den Unternehmensbereich Industry Services der Schütz GmbH & Co. KGaA in Selters (Westerwald) auf der internationalen Kunststoffmesse K 2004 in Düsseldorf. Die Präsentation von Cormaster Nomex Waben – einem Leichtbauwerkstoff, der nach dem Vorbild Natur entwickelt wurde – stieß mit Blick auf das breitbandige Anwendungsspektrum auf ein unerwartet großes Interesse beim internationalen Fachpublikum.
Das Ausgangsprodukt sieht so aus wie Papier, fühlt sich an wie Papier und ist so leicht und dünn wie Papier. Es handelt sich jedoch um veredeltes Polyamid – Grundlage für die Verarbeitung zu einem High-Tech-Werkstoff, dessen zukunftsträchtige Bedeutung für multifunktionale Anwendungen von Schütz bereits zu Beginn der 80-er Jahre erkannt wurde.
Charaktereigenschaften wie eine außergewöhnliche Festigkeit bei zugleich extrem geringem Gewicht, absolute Korrosionsfreiheit, hohe Elastizität im Druckverhalten bei Hitze und Feuchtigkeit, enorme Temperaturbeständigkeit und geringe Entflammbarkeit sowie nicht zuletzt eine denkbar leichte Verarbeitung qualifizieren Cormaster Nomex Waben insbesondere auch für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt. Als Bodenplatten, für den Innenausbau – aber auch für Elemente in der Außenhülle oder von Leitwerken hat sich der innovative Leichtbauwerkstoff längst beim Flugzeugbau bewährt. Unterschiedliche Hersteller vertrauen auf die Leistungsfähigkeit des Produktes. Wenn der neue Airbus A 380 im nächsten Jahr zu seinem Jungfernflug startet, ist der Schütz-Werkstoff ebenfalls mit an Bord.
Auch in Helikoptern und beim Bau moderner Eisenbahnen finden sich viele Anwendungsmöglich-keiten – ebenso im Automobilrennsport wo ganze Cockpits, Spoiler oder Karosserieteile auf Cormaster-Basis gefertigt werden. Und wenn in der kommenden Wintersaison die Weltcup-Skispringer wieder auf Weitenjagd gehen, verhilft Schütz den Sprunggeräten zur notwendigen Stabilität und Leichtigkeit.
Mit Cormaster läutete Schütz nicht zuletzt eine neue Ära im modernen Jachtbau ein und stellte ganze Bootsrümpfe aus dem innovativen Werkstoff her. Die ebenso konstruierte „Container“ gewann als erste deutsche Hochleistungsjacht 1993 mit dem Admirals Cup sensationell die inoffizielle Weltmeisterschaft der Hochseesegler.
Schütz ist eines von weltweit nur wenigen Unternehmen, die diese Art von Leichtbaustoffen herstellen können.
Die Polyamid-Bögen werden zunächst mit einem selbst entwickelten Kleber partiell (Streifen) bedruckt und leicht versetzt aufeinander gelegt. Durch Pressen des Stapels werden die Bögen miteinander verklebt und dann mechanisch expandiert. Es entsteht eine hexagonale Zellform, die an eine riesige Bienenwabe erinnert. Dieser Block wird anschließend durch Erhitzen und ein Tauchbad in einer speziellen Phenolharzmischung stabilisiert und kann schließlich durch Sägeschnitte zu Platten unterschiedlichster Bemaßungen verarbeitet werden.
Cormaster Nomex Waben von Schütz – ein vielfach bewährter und einsetzbarer Leichtbauwerkstoff für die Zukunft, dessen High-Tech-Charakter nicht zuletzt durch modernste, hoch automatisierte Fertigungstechnologien, eigene Prüflabors große Produktionsflexibilität sowie notwendigerweise höchste Qualitätsansprüche gestützt wird.
|