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Schütz will Position im Norden weiter ausbauen: mit innovativen Produkten auf der Scanpack 2006
Vom Container für AdBlue® bis hin zu mehrschichtigen IBC und Kunststofffässern / Ersatz für Stahlprodukte
Selters / Göteborg. Die Schütz GmbH & Co. KGaA aus Selters (Deutschland), weltweit führender Hersteller industrieller Transportverpackungen, will ihre Position im Norden Europas zielgerichtet weiter ausbauen. Auf der internationalen Fachmesse Scanpack 2006 (Halle C, Stand C 03:44) in Göteborg präsentiert das Unternehmen gleich eine ganze Reihe innovativer Produktentwicklungen bei Transportcontainern (IBC) und Kunststofffässern.
„Mit Blick auf unsere Entwicklungsleistungen können wir zuversichtlich in die Zukunft schauen, kommentiert Knut Pedersen anlässlich der Messe. „Wir müssen uns zwar mit einem schwierigen Marktumfeld auseinandersetzen“, so der General Manager von Schütz Nordic angesichts der Preisentwicklung bei den Rohstoffen. „Aber da haben wir als Führungsunternehmen noch die besten Chancen.“ Das Ziel ist für Pedersen klar fixiert: „Wir wollen unsere Position mit unseren neuen Produkten gezielt weiter ausbauen.“
Als Weltneuheit stellt Schütz in Göteborg erstmals einen soeben zur Serienreife entwickelten IBC vor, der speziell auf die Bedürfnisse im Zusammenhang mit Transport, Lagerung, Abfüllung und Entnahme von AdBlue® zielt. Damit reagiert Schütz auf die Entscheidung der Automobilindustrie zur Einführung einer neuen Technologie für Dieselmotoren mit deutlich niedrigerem Schadstoffausstoß. AdBlue® ist eine 32,5-prozentige Harnstofflösung – Bestandteil eines neuen separaten Abgasnachbehandlungssystems. Der IBC verfügt über einige konstruktive Besonderheiten. In der Standard-Variante hat er keine Auslaufarmatur, kann aber auf Wunsch mit einem integrierten Klappenhahn DN 50 produziert werden. Neben der Einfüllöffnung mit blauer Schraubkappe (inklusive automatischer Be- und Entlüftung über ein G2-Ventil und Siegelkappe) hat der IBC eine zusätzliche Entnahmeöffnung in der Mitte des tiefer liegenden Oberbodens. An deren S 56 x 4 Gewinde kann jedes gängige Entnahmesystem angeschlossen werden (z. B. CDS1-Entnahmesyteme, Lutz-Pumpen usw.). Der IBC garantiert höchste Verpackungs- reinheit. Er steht für ein in sich geschlossenes System, das an den weltweiten Schütz Ticket Service angeschlossen ist, der gleichermaßen die kostenlose Rückholung der IBC und deren Rekonditionierung regelt.
Der neue Transportcontainer erfüllt damit Vorgaben der künftigen Abfüller (Speditionen, Tankstellen, Werkstätten, Servicestationen) ebenso vorbildlich wie die der Produktspezifikationen gem. Norm 70070.
Grundlage für einen grundsätzlichen Innovationssprung bei IBC und Fässern war die Entwicklung der Schütz Security-Layer Technology, ein Mehrschicht-Extrusionsblasverfahren (drei und sechs Schichten) für die permanente Extrusion von Kunststoffbehältern (150 bis 1.000 Liter). Je nach Einsatzzweck können verschiedene Funktionsmaterialien in einem Extrusionsprozess gleichzeitig verarbeitet werden. Schütz fokussiert dabei gezielt auf die Substitution von herkömmlichen Produkten aus Stahl. Das Hauptaugenmerk gilt den Bereichen Großchemie und Lebensmittelindustrie.
Exemplarisches Beispiel bei IBC ist der Schütz Ecobulk MX-EV-FDA. Er verfügt sowohl über eine EVOH-Permeations- und –Gasbarriere (z. B. gegen Sauerstoff, Stickstoff), als optional auch über einen wirksamen Licht- und UV-Schutz – wahlweise in schwarz oder weiß. So wird die Lebensdauer von Lebensmitteln erheblich verlängert. Der IBC erfüllt die Auflagen der Food and Drug Administration sowie der gängigen EG-Vorschriften und ist ein vollwertiger Ersatz für Edelstahlcontainer – mit den bekannten IBC-Vorteilen.
Eine interessante Neuheit stellt Schütz auch bei den IBC-Komponenten vor. Um Korrosionsschäden der verzinkten Bodenwanne im Bereich der Auslaufarmatur – z. B. durch Säure- oder Alkalieneinwirkung bzw. Verkrustun-gen klebriger Füllgüter – zu vermeiden, wurde ein spezielles Schutzelement aus Kunststoff entwickelt. Es passt sich der Ablaufgeometrie exakt an, deckt den kritischen Bereich sicher ab, ist leicht zu montieren und wird durch Halter am Gitterkorb gesichert. So wird nicht nur Korrosion verhindert. Selbst starke Anhaftungen und Verschmutzungen lassen sich problemlos in der Rekonditionierung entfernen. Natürlich bietet Schütz alternativ auch eine komplett säurebeständige Vollkunststoffpalette an.
Highlight bei den Kunststofffässern ist das neue F1-Spundfass. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit Basell entwickelt und zeichnet sich durch eine herausragende Gesamtperformance aus. Basis ist das neue multimodale Polyethylen Histif 5431Z, das mit der innovativen Advanced Cascade Process Technologie von Basell produziert wird. Insgesamt überzeugt es durch hohe Kälteschlagzähigkeit, wesentlich verbesserte Stapeldruckfähigkeit sowie enorme Spannungsrissbeständigkeit. Schütz führte erfolgreich Kältefalltests bis zu einer für Fässer sensationellen Höhe von drei Metern durch. Eine optimierte Oberbodengeometrie sorgt zusätzlich für größeren Schutz der beiden Spunde. Das Fass wird auch in einer leitfähigen Variante für Einsätze in Ex-Zonen 1 und 2 angeboten.
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