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Schütz forciert Engagement in England: Neue Produktionslinie für Mehrschicht-Kunststofffässer
Das Fassgeschäft soll deutlich ausgebaut werden
Selters / Worksop. Die Schütz GmbH und Co. KGaA mit Stammsitz in Selters (Deutschland) will noch in diesem Jahr ihr Engagement in England deutlich forcieren. Vorrangiges Ziel ist ein Ausbau des Geschäftes mit Kunststofffässern. Das gilt in erster Linie für das 220-Liter-Spundfass mit der Typenbezeichnung F1. Am Standort ihrer britischen Tochter Schütz UK in Worksop entsteht derzeit eine neue Produktionslinie. Kernstück ist eine kontinuierliche Extrusionsblasanlage mit einer maximalen Jahreskapazität von mehreren hunderttausend Kunststofffässern inklusive automatischer Prüfeinrichtungen und Palettierung. Sie soll bereits im zweiten Quartal 2007 in Betrieb gehen.
„Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung, die uns ermöglicht, die von Schütz entwickelte Security Layer Technology künftig auch für die bei uns produzierten Produkte einsetzen zu können, unterstreicht Bob Banks, General Manager von Schütz UK. Bei diesem Mehrschicht-Extrusionsblasverfahren können bei Fässern drei Funktionsschichten gleichzeitig plastifiziert werden, was völlig neue Einsatzperspektiven verspricht. „Der englische Markt wartet auf einen neuen Produzenten für Spundfässer, der für absolute Liefersicherheit und erstklassige Qualität steht und gleichermaßen auf ökonomische wie ökologische Aspekte fokussiert ist“, unterstreicht Banks.
Schütz ist in Worksop bereits seit 1992 mit einem eigenen Werk vertreten. Traditionell werden hier auf einem mehr als fünf Hektar großen Gelände IBC der erfolgreichen Schütz-Ecobulk-Serie für den britischen Markt produziert. Mehr als 120 Mitarbeiter bedienen bislang auf einer Produktionsfläche von rund 5.000 m2 verschiedene Blasanlagen und versorgen den englischen Markt mit mehreren hunderttausend Transportcontainern (IBC). Zum Werk gehört ebenfalls eine moderne Rekonditionierungsanlage inkl. Materialaufbereitung mit Nassmühlenverfahren und Prozesswasseraufbereitung. Für die neue Produktionslinie zur Kunststofffassherstellung wurde jetzt das Betriebsgelände um 1,5 Hektar erweitert und die Produktionsfläche mehr als verdoppelt.
Das F1-Spundfass von Schütz wurde in enger Zusammenarbeit mit Basell entwickelt und zeichnet sich durch eine herausragende Gesamtperformance aus. Basis ist das neue multimodale Polyethylen Histif 5431Z, das mit der innovativen Advanced- Cascade Process Technologie von Basell produziert wird.
Dieses Fass ist aufgrund seines Materialprofils herkömmlich verwendeten Produkten in jeder Hinsicht überlegen. Insgesamt überzeugt es durch hohe Kälteschlagzähigkeit, wesentlich verbesserte Stapeldruckfähigkeit sowie enorme Spannungsrissbeständigkeit. Schütz führte erfolgreich Kältefalltests bis zu einer für Fässer sensationellen Höhe von drei Metern durch. Eine optimierte Oberbodengeometrie sorgt zusätzlich für größeren Schutz der beiden Spunde. Schließlich ermöglicht das Schütz-Produkt eine Restlosentleerung (<100 ml) gemäß VPA 4 über beide Spunde.
Die elektrostatisch ausgerüstete Variante mit der Bezeichnung F1-EX bietet nunmehr auch die Möglichkeit, Füllprodukte mit einem Flammpunkt < 60o Celsius zu transportieren. Dies war bislang ausschließlich mit Stahlfässern möglich. Dank der Security Layer Technology erhielt das Fass eine Außenschicht aus leitfähigem Material (schwarz). Die Erdung des Füllgutes erfolgt über einen Kontaktstreifen. Die erfolgreich absolvierte Prüfung auf elektrostatische Sicherheit qualifiziert das Fass für Einsätze in den Ex-Zonen 1 und 2.
„Wir wollen unsere Position als britischer IBC-Marktführer nachhaltig festigen, sukzessive weiter ausbauen und diesen Status zeitnah auch bei den Spundfässern erreichen,“ blickt Bob Banks zuversichtlich nach vorn. „Wir sind guten Mutes, dass wir insbesondere aufgrund unserer revolutionierenden Produktionstechnologie und der Offensive im Fassbereich noch mehr Wind in die Segel bekommen und diese Ziele auch erreichen werden.“
Produkte und Technik präsentiert Schütz auf der in England wichtigsten Branchen-Leitmesse „Total Processing & Packaging“ vom 15. bis 18. Mai in Birmingham (Halle 3, Stand 3041).
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